Bis wenige Spielbahnen vor Schluss lag Bernhard Langer bei der diesjährigen Charles Schwab Cup Championship im Phoenix CC in Arizona, dem offiziellen Saison-Abschlussevent der PGA Tour Champions, voll auf Kurs Top-10. Durch ein unglückliches Doppelbogey an der 15 und einem weiteren Schlagverlust am vorletzten Loch verfehlte der Deutsche dieses Ziel um nur einen Zähler und erreichte nach vier Wettkampftagen einen – alles in allem betrachtet – ausgezeichneten 14. Rang. Der 68-Jährige errang Runden von 69, 67, 65 und 72 Schlägen (Gesamt 273), kam mit 11 Zählern unter Platzstandard ins Clubhaus und unterspielte damit weitere zwei Mal sein Alter.
Besonders Langers dritte Runde am Samstag der Charles Schwab Cup Championship stach bei seinem durchaus bemerkenswerten Auftritt in diesem Jahr hervor. Ohne Fehlschläge und mit fünf Birdies auf den letzten sieben Spielbahnen gelang dem Ausnahmegolfer aus dem bayerisch-schwäbischen Anhausen eine fast perfekte Runde. Etwas schade, dass am Ende die Platzierung unter den besten zehn Teilnehmern denkbar knapp verpasst wurde. Eine Titelverteidigung des als amtierenden Champion angereisten Langers wäre einer Sensation gleichgekommen. Alex Cejka lag während des gesamten Wettkampfes in der Nähe seines Landsmanns, schaffte am Ende ein besseres Finish und wurde mit 14 unter Par geteilter Sechster.
Ganz vorne ging es nicht nur um den Turniersieg bei der Charles Schwab Cup Championship, sondern auch um die Saisongesamtwertung um den Charles Schwab Cup, den vor Beginn des Abschluss-Events insgesamt noch fünf Spieler im 36 Mann starken Feld für sich entscheiden konnten. Tag für Tag kristallisierte sich immer mehr heraus, dass es auf ein Duell zwischen dem Neuseeländer Steven Alker (als Führender ins Turnier gestartet) und dem vor dem Event Drittplatzierten Stewart Cink aus den USA hinauslief. Am Ende hatte Cink die besseren Nerven und gewann das Traditionsturnier mit 20 Zählern unter Par, zwei Schläge vor Alker, der damit in der Order of Merit auf den zweiten Rang zurückfiel.